Speed-Soaring zwischen den Wolken
Die Wolken hängen tief im Aostatal an diesem Morgen und der Wind bläst ziemlich kräftig aus westlicher Richtung. Das lädt nicht unbedingt zum Fliegen ein. Dennoch entscheiden wir uns, diesen Tag zu nutzen und mit unseren neuen Gebirgspiloten das Hangfliegen zu trainieren. Thomas Hanika startet mit Peter Obermann im Twin, Tom Amberger mit mir im Duo.
Bereits im F-Schlepp fallen Tom die heftigen Turbulenzen auf. "Ist das noch normal?", fragt er. "Alles im grünen Bereich", beruhige ich ihn, obwohl ich selber von dem Durchschütteln überrascht bin. Tom steuert den Duo mit konzentrierter Ruhe sicher hinter der Schleppmaschine und wir klinken 1200 m über dem Flugplatz an der "Mary" aus. Sofort fällt auf, daß der Hang trotz optimaler Anströmrichtung nicht trägt. Offensichtlich existiert ein dynamisches Wellensystem, welches bis in niedrige Höhen hinabreicht. Die "Mary" liegt in der Abwindzone, der Hang wird quasi vom Wellensystem "geblockt". Wir steuern den Duo talwärts und schon katapultiert uns ein ruppiger Viermeteraufwind einige hundert Meter höher. Wir befinden uns in der engen Aufwindzone einer Rotorwalze.

Tom erfliegt sich mit Achterschleifen unter Berücksichtigung von Bodenmerkmalen den stationären Aufwindbereich des Wellensystems und wir erreichen 2500 Meter. Viel höher scheint es hier nicht zu gehen und wir fliegen ins Haupttal. Zwischen Mt. Fallere und Skigebiet Pila spüren wir den nächsten Rotor auf. Nach 500 Metern turbulenten Aufstiegs wird es schlagartig ruhig und wir steigen laminar weiter mit 4 Metern in der Sekunde. Wir richten den Flieger gegen den Wind aus, fliegen mit Minimalgeschwindigkeit und erklimmen wie im schnellen Fahrstuhl unsere Maximalhöhe von 4500 Metern. Über Funk rufe ich Thomas und Peter zu uns, die sich noch immer an der "Mary" abmühen. Wenig später schaffen sie mit dem Twin am Skigebiet Pila den Einstieg in die Welle und steigen auf 5200 Meter.
Statt die maximal mögliche Flughöhe zu erreichen wollen Tom und ich den starken Aufwind des Leewellenbandes ohne Höhenverlust in eine möglichst große Fluggeschwindigkeit umsetzen. Auf einer Strecke von über 30 km surfen wir das Aostatal hin und her, in der stärksten Zone der Welle beträgt der Auftrieb über 7 Meter in der Sekunde. Wir müssen am Höhensteuer stark drücken, um nicht in die Wolken über uns zu geraten. Dabei erreichen wir eine Fluggeschwindigkeit von 230 km/h.

Die Flugstrecke wird beidseitig des Tals von der stark absinkenden Wolkenuntergrenze begrenzt, sonst könnten wir natürlich viel weiter wegfliegen. Dennoch macht es uns einen Riesenspass, das maximal Mögliche aus dieser Wettersituation herauszuholen. Nach drei Stunden wird es uns allmählich kalt und wir landen zufrieden nach diesem spannenden Flugerlebnis.
Bereits im F-Schlepp fallen Tom die heftigen Turbulenzen auf. "Ist das noch normal?", fragt er. "Alles im grünen Bereich", beruhige ich ihn, obwohl ich selber von dem Durchschütteln überrascht bin. Tom steuert den Duo mit konzentrierter Ruhe sicher hinter der Schleppmaschine und wir klinken 1200 m über dem Flugplatz an der "Mary" aus. Sofort fällt auf, daß der Hang trotz optimaler Anströmrichtung nicht trägt. Offensichtlich existiert ein dynamisches Wellensystem, welches bis in niedrige Höhen hinabreicht. Die "Mary" liegt in der Abwindzone, der Hang wird quasi vom Wellensystem "geblockt". Wir steuern den Duo talwärts und schon katapultiert uns ein ruppiger Viermeteraufwind einige hundert Meter höher. Wir befinden uns in der engen Aufwindzone einer Rotorwalze.

Tom erfliegt sich mit Achterschleifen unter Berücksichtigung von Bodenmerkmalen den stationären Aufwindbereich des Wellensystems und wir erreichen 2500 Meter. Viel höher scheint es hier nicht zu gehen und wir fliegen ins Haupttal. Zwischen Mt. Fallere und Skigebiet Pila spüren wir den nächsten Rotor auf. Nach 500 Metern turbulenten Aufstiegs wird es schlagartig ruhig und wir steigen laminar weiter mit 4 Metern in der Sekunde. Wir richten den Flieger gegen den Wind aus, fliegen mit Minimalgeschwindigkeit und erklimmen wie im schnellen Fahrstuhl unsere Maximalhöhe von 4500 Metern. Über Funk rufe ich Thomas und Peter zu uns, die sich noch immer an der "Mary" abmühen. Wenig später schaffen sie mit dem Twin am Skigebiet Pila den Einstieg in die Welle und steigen auf 5200 Meter.
Statt die maximal mögliche Flughöhe zu erreichen wollen Tom und ich den starken Aufwind des Leewellenbandes ohne Höhenverlust in eine möglichst große Fluggeschwindigkeit umsetzen. Auf einer Strecke von über 30 km surfen wir das Aostatal hin und her, in der stärksten Zone der Welle beträgt der Auftrieb über 7 Meter in der Sekunde. Wir müssen am Höhensteuer stark drücken, um nicht in die Wolken über uns zu geraten. Dabei erreichen wir eine Fluggeschwindigkeit von 230 km/h.

Die Flugstrecke wird beidseitig des Tals von der stark absinkenden Wolkenuntergrenze begrenzt, sonst könnten wir natürlich viel weiter wegfliegen. Dennoch macht es uns einen Riesenspass, das maximal Mögliche aus dieser Wettersituation herauszuholen. Nach drei Stunden wird es uns allmählich kalt und wir landen zufrieden nach diesem spannenden Flugerlebnis.
gene - 23. Mär, 10:43
